Landesregierung übernimmt GEMA-Kosten für Vereine
Saarland entlastet Ehrenamt
Ministerpräsidentin Anke Rehlinger verkündete auf ihrem diesjährigen Neujahrsempfang eine gute Nachricht für Vereine im Saarland.
Das Land übernimmt ab sofort – unter bestimmten Voraussetzungen – anfallende GEMA-Gebühren für Veranstaltungen gemeinnütziger Organisationen, kündigte die Regierungschefin an. Dazu hat die Landesregierung einen Rahmenvertrag mit der Verwertungsorganisation von Musik-Rechten geschlossen.Demnach sind bis zu vier musikunterstützte Veranstaltungen ohne Eintritt und bis zu 500 Quadratmetern Fläche abgedeckt. Dabei darf die Musik nicht im Mittelpunkt stehen wie beispielsweise bei Konzerten. Berechtigt sind saarländische Organisationen, die vorwiegend gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen und überwiegend ehrenamtlich getragen sind. Über ein digitales Portal der GEMA können Vereine ihre Veranstaltungen einfach anmelden. Die klare Abgrenzung der berechtigten Nutzungen gibt Planungssicherheit und beendet Unsicherheiten im Umgang mit GEMA-Gebühren.
„Mit dem neuen GEMA-Pauschalvertrag setzt das Saarland ein deutliches Zeichen für die Wertschätzung des Ehrenamts“, so Ministerpräsidentin Rehlinger in ihrer Rede.
Für 2026 und 2027 hat das Saarland im Haushalt je 500.000 Euro für diesen Zweck hinterlegt. Ergänzend stellt das Innenministerium Mittel bereit, um Verbänden mit eigenen GEMA-Verträgen die Kostenübernahme zu ermöglichen. Innenminister Reinhold Jost: „Musik gehört zum Vereinsleben. Wir sorgen dafür, dass Vereine diese Kultur leben können – ohne finanzielle Hürden. Der neue Vertrag schafft Freiraum, Sicherheit und Anerkennung für das Ehrenamt.“
Ein Merkblatt mit den konkreten Bedingungen und Abwicklungsmöglichkeiten für Vereine finden Sie hier: www.saarland.de/GEMA
Medienansprechpartner
Julian LangeRegierungssprecher
Am Ludwigsplatz 14
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