{"id":5923,"date":"2021-10-27T20:29:52","date_gmt":"2021-10-27T18:29:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.feuerwehrverband-saarbruecken.de\/?p=5923"},"modified":"2021-11-16T21:06:04","modified_gmt":"2021-11-16T20:06:04","slug":"co-vergiftungsgefahr-mit-langzeitschaeden-durch-kamine-und-oefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehrverband-saarbruecken.de\/?p=5923","title":{"rendered":"CO-Vergiftungsgefahr mit Langzeitsch\u00e4den durch Kamine und \u00d6fen"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td>Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen informiert \u00fcber Gesundheitsgefahren in der Heizsaison und gibt Verhaltenstipps bei CO-Alarm\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad<strong>Berlin&nbsp;<\/strong>\u2013 Mit Beginn der Kamin- und Ofenzeit steigt die Gefahr einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid (CO) in den eigenen vier W\u00e4nden. Besonders fatal: die Beschwerden einer CO-Vergiftung \u00e4hneln anfangs denen einer normalen Erk\u00e4ltung. Betroffene werden vom Hausarzt dann mit Grippe-Medikamenten versorgt oder lassen sich auf COVID-19 testen \u2013 und legen sich zuhause schlafen, wo die lautlose Gefahr auf sie wartet. Im schlimmsten Fall wachen die Opfer nicht mehr auf. Viele andere tragen ernsthafte gesundheitliche Sch\u00e4den davon.<br><br><strong>Langzeitsch\u00e4den bei CO-Vergiftungen<\/strong><br>Die Langzeitfolgen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung sind vielfach unbekannt. So erleiden zehn Prozent aller Vergifteten innerhalb von 56 Monaten einen Herzinfarkt, w\u00e4hrend etwa ein Drittel der m\u00e4\u00dfig bis schwer vergifteten Patienten Herzfunktionsst\u00f6rungen aufweist. Auch Psychosen bis hin zu L\u00e4hmungen und Parkinson kommen immer wieder vor. Auff\u00e4llig ist eine erh\u00f6hte Langzeitsterblichkeit von rund 8,4 % im Vergleich zur Kontrollgruppe mit rund 1,6 %.<br><br><strong>H\u00e4ufige Ursachen sind verstopfte Abgasrohre und Schornsteine<\/strong><br>Jeder vierte Haushalt in Deutschland betreibt einen offenen Kamin, Kaminofen oder Kachelofen. Verstopfte und blockierte Abgasrohre und Schornsteine, eine mangelnde Wartung oder die unsachgem\u00e4\u00dfe Nutzung k\u00f6nnen lebensbedrohliche CO-Konzentrationen verursachen.<br><br><strong>Wie bemerke ich das unsichtbare, gef\u00e4hrliche Kohlenmonoxid?<\/strong><br>\u201eWenn jemand z.B. bereits bewusstlos ist, stellen wir bei einem Notruf oft erst beim Eintreffen vor Ort fest, dass eine gef\u00e4hrliche Kohlenmonoxid-Belastung in der Wohnung vorliegt. Denn Feuerwehren und Rettungsdienste tragen in der Regel ein mobiles CO-Messger\u00e4t zum Zwecke des Arbeitsschutzes bei sich, das in einem solchen Fall sofort Alarm schl\u00e4gt\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Holger Wi\u00dfuwa vom Bundesverband \u00c4rztlicher Leiter Rettungsdienst und erg\u00e4nzt: \u201eDas Gef\u00e4hrliche an Kohlenmonoxid ist, dass es unsichtbar ist und man es weder riecht noch schmeckt. Ein fest installierter CO-Melder ist daher die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Bewohner, die Gefahr rechtzeitig zu erkennen.\u201c<br><br>Zum Schutz vor einer lebensgef\u00e4hrlichen Kohlenmonoxid-Vergiftung empfehlen Feuerwehren und Schornsteinfeger allen Eigent\u00fcmern und Betreibern von Kaminen oder Kachel\u00f6fen CO-Melder zuhause zu installieren. Diese warnen rechtzeitig vor dem t\u00f6dlichen Gas, das auch durch W\u00e4nde oder Betondecken dringen und sich unbemerkt im Haus verteilen kann. &nbsp;<br><br><strong>Wo sollte man CO-Melder installieren?<\/strong><br>Ein Kohlenmonoxid-Melder geh\u00f6rt zun\u00e4chst in den Raum, in dem sich Kamin oder Ofen befinden, um eine erh\u00f6hte Konzentration des gef\u00e4hrlichen Atemgifts rechtzeitig zu erkennen. Idealerweise sollten die Warnmelder aber auch in allen R\u00e4umen installiert werden, in denen sich Personen l\u00e4ngere Zeit aufhalten, wie Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer. CO-Melder sind jedoch kein Ersatz f\u00fcr Rauchwarnmelder. Sie dienen nicht der Erkennung von Brandrauch und d\u00fcrfen daher nicht anstelle von Rauchwarnmeldern zur fr\u00fchzeitigen Warnung vor Wohnungsbr\u00e4nden eingesetzt werden.<br><br><strong>Was tun, wenn ein Kohlenmonoxid-Melder Alarm ausl\u00f6st?<\/strong><br>L\u00f6st ein CO-Melder Alarm aus oder es gibt einen anderen, offensichtlichen Hinweis auf eine akute Vergiftung, r\u00e4t die Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid Vergiftungen zu folgendem Verhalten:\u00d6ffnen Sie T\u00fcren und Fenster, sofern m\u00f6glich.Verlassen Sie umgehend das Geb\u00e4ude mit allen in der Wohnung anwesenden Personen.Nehmen Sie Ihr Mobiltelefon mit.Rufen Sie Feuerwehr und Rettungsdienst unter dem Notruf 112.Warten Sie drau\u00dfen auf die Einsatzkr\u00e4fte.Informieren Sie nach M\u00f6glichkeit weitere Bewohner\/Nachbarn \u00fcber die Gegensprechanlage oder telefonisch. Gehen Sie nicht zur\u00fcck ins Haus. &nbsp;<strong>Weitere Informationen (inklusive Bilddownload) unter&nbsp;<a href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/f9ocy15z-5pdkf1ya-ok2o345j-dg8\">www.co-macht-ko.de<\/a><\/strong><br><br><em>\u00dcber die Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen:<\/em><br>Die Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde 2018 gegr\u00fcndet. Zu den Mitgliedern geh\u00f6ren der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV), die Vereinigung zur F\u00f6rderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), der Bundesverband der \u00c4rztlichen Leiter Rettungsdienste (\u00c4LRD), die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Not\u00e4rzte Deutschlands (BAND), der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik sowie die Netze BW und verschiedene Hersteller von Kohlenmonoxid-Meldern. Ziel der Initiative ist es, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Gefahren von Kohlenmonoxid zu informieren und die Zahl der CO-Vergiftungen zu verringern.<br>&nbsp;<br><em>Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen<\/em><br>Immanuelkirchstra\u00dfe 3\u20134 &nbsp;<br>10405 Berlin<br>www.co-macht-ko.de<br>Ansprechpartnerin f\u00fcr die Presse: Claudia Groetschel<br>Tel.&nbsp; 030 &#8211; 44 02 01 &#8211; 33<br>c.groetschel@co-macht-ko.de\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad<em>Pressekontakt: Silvia Oestreicher, Telefon (030) 28 88 48 8-23, E-Mail oestreicher@dfv.org,<br>Twitter @FeuerwehrDFV, www.facebook.com\/112willkommen<br>Alle DFV-Presseinformationen finden Sie unter www.feuerwehrverband.de\/aktuelles.<br><br>Impressum: Deutscher Feuerwehrverband e.V. \u2013 Reinhardtstra\u00dfe 25 \u2013 10117 Berlin<\/em><br><a href=\"https:\/\/newslettertogo.com\/f9ocy15z-5pdkf1ya-t90v39qa-20n\"><em>Newsletter abbestellen<\/em><\/a>\u00ad<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Initiative zur Pr\u00e4vention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen informiert \u00fcber Gesundheitsgefahren in der Heizsaison und gibt Verhaltenstipps bei CO-Alarm\u00ad\u00ad\u00ad\u00ad\u00adBerlin&nbsp;\u2013 Mit Beginn der Kamin- und Ofenzeit steigt die Gefahr einer Vergiftung durch Kohlenmonoxid (CO) in den eigenen vier W\u00e4nden. Besonders fatal: die Beschwerden einer CO-Vergiftung \u00e4hneln anfangs denen einer normalen Erk\u00e4ltung. 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